Spielbericht
03. Oktober 2000

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«Leuen» verlieren erneut HC Thurgau kassiert in Genf dritte Niederlage in Folge

Mit einer insgesamt enttäuchenden Leistung verlor der HC Thurgau gestern Abend in Genf klar mit 1:4 (0:3, 1:1, 0:0). Die «Leuen» liessen Herz und Feuer vermissen und fanden gegen den ersten Servette-Block kein Rezept, was dieser mit drei Treffern im ersten Drittel deutlich unterstrich. Der ex-Thurgauer Beattie war gleich an allen drei Toren beteiligt. Eines erzielte er selbst, zu den beiden anderen von Heaphy gab er den entscheidenden Pass.

Von Anton Abbühl

Der HC Thurgau präsentierte sich gestern in Genf als zahme Truppe. Gegen ein aggressiv aufspielendes Servette fanden die Thurgauer nie den Tritt, konnten sich zu wenig effizient aus ihrer Defensivzone lösen und kamen so auch kaum zu vielversprechenden Kontermöglichkeiten. Vor allem Fehlpässe führten dazu, dass die ohnehin wenigen Offensivaktionen immer wieder abgebrochen werden mussten. Zudem klappte die Umstellung von Angriff auf Abwehr viel zu langsam, so dass die Gerner ihrerseite ohne allzu grosse Anstrengungen zu Torerfolgen kamen.

Auch HCT-Goalie Wissmann vermisste offensichtlich bei seinen Vorderleute die nötige Entschlossenheit. Mehrmals versuchte er sie deshalb Standpauken aus ihrer Lethargie zu reissen. Im Mitteldrittel zündeten die Thurgau einen Hoffnungsfunken. Sie nützten die erste Strafe die Gastgeber in der 25. Minute zum 1:3-Anschlusstreffer durch Seeholzer. Die Freude war allerdings von kurzer Dauer, denn nur 29 Sekunden später stellte Fischer den alten Dreitore-Abstand wieder her. Zum letzten Abschnitt kehrten die HCT-Spieler mit einer anderen, positiveren Einstellung aufs Eis zurück. Sie wirkten konzenterierter und engagierter. Der Vorsprung der Genfer hielt aber immer noch stand. Ihre Kombinationen wirkten flüssiger, die Scheibe zirkulierte rascher, ihr Spiel war variantenreicher. Da auch mehr Bewegung drin war, führte dies automatisch zu mehr Freiräumen und Abspielmöglichkeiten.

Je länger das Spiel dauerte und umso mehr ihr Sieg unantastbar wurde, desto energiesparender spielten die Genfer, die innert fünf Tagen drei Spiel zu absolvieren haben. Die Thurgauer ihrerseits schienen nicht mehr an eine Wende glauben. Die Fehler und die ungenügen-de Einstellung aus dem ersten Drittel hatten ganz einfach zu grossen Schaden angerichtet. Beim HC Thurgau vermisste man das spielerische Kollektiv und die kämpferischen Aspekte aus der letzten Saison. Gerade diese beiden Punkte verunmöglichten am Ende ein positives Ergebnis gegen die an diesem Abend klar willigeren Genfer.


Genf-Servette - Thurgau 4:1 (3:0, 1:1, 0:0).

Les Vernets. - 1567 Zuschauer.

SR Kunz, Brodard/Rochette.

Tore: 3. Heaphy (Leibzig, Beattie/Ausschluss Diethelm) 1:0. 8. Leibzig (Beattie) 2:0. 15. Heaphy (Beattie) 3:0. 25. (24:17) Seeholzer (Sigg, Larghi/Ausschluss Schönenberger) 3:1. 25. (24:46) Fischer (Reymond, Ançay) 4:1.

Strafen: Je 4mal 2 Minuten.

Servette-Genf: Bochy; Geyer, Leipzig; Bertholet, Knecht; Studer, Snell; Heaphy, Beattie, Folghera; Ancey,Reymond, Fischer; Wicky, Perrin, Dousse; Schaffer, Schönenberger, Savary.

Thurgau: Wissmann;  Lamprecht, Sigg; Princi, Diethelm; Mäder, Schoop; Diener, Strandberg, Meier; Larghi, Seymour, Seeholzer; Märki, Beltrame, Korsch.

Bemerkungen: Servette ohne Brasey (Grippe), Thurgau ohne Bruderer und Samuelsson (beide verletzt).

Ajoie : Basel 7:4 (3:0,1:2, 3:2)
GC SCK : Lausanne 1:2 (0:2, 0:0, 1:0)
Herisau : Biel 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)
Olten : Sierre 7:4 (0:1, 5:1, 2:2)

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