Spielbericht
vom 05. September 2000

HC Thurgau gewinnt einen Punkt in der Vorbereitung

Auch das letzte Vorbereitungsspiel der Saison konnte der HC Thurgau nicht gewinnen. Gegen den EHC Lustenau erreichte er gestern abend ein 2:2-Unentschieden. Meier und Beck waren die Torschützen. Ein Sieg wäre aber durchaus möglich gewesen.

Hanns Wipf

Von einer katastrophalen Leistung sprach HCT-Trainer Röbi Wiesmann nach dem ersten Drittel. Schon nach elf Minuten sah er sich gezwungen, im Timout seiner Mannschaft seine Unzufriedenheit kundzutun. Doch der Eindruck zu Beginn des Auftritts gegen Lustenau, das als Aufsteiger in die höchste österreichische Liga die Meisterschaft mit zwei statt vier Ausländern bestreiten darf, war gar nicht so unschmeichelhaft für die Thurgauer. Die Truppe war in ihrem letzten Vorbereitungsspiel von Beginn weg läuferisch und technisch überlegen und schlug das höhere Tempo an. Das lag nicht zuletzt an den spielstarken Verteidigern. Bruderer war bei seinem ersten Auftritt eine echte Bereicherung, auch Diener und Strandberg machten eine gute Figur. Der Schwede machte ein Drittel lang mit und zog sich dann zwecks Schonung zurück. Diener und Bruderer spielten durch.

Vorwärtsbewegung und Aufbau wirkten doch recht gut. Was Wiesmann möglicherweise nicht gefallen hat waren die Konzentrationsmängel in der Defensive und die fehlende Entschlossenheit und Aggresivität im Angriff. Oft kurvten die Thurgauer lange in Scheibenbesitz durchs Lustenauer Verteidigungsdrittel, doch keiner bewegte sich in die Zone vor dem Tor, wo man Gefahr stiften aber auch blaue Flecken riskieren kann.

Meier und Beck entschlossen

Lustenau kam zum Führungstor mit lediglich zwei Schüssen auf Rizzis Tor im ersten Drittel. Eingeschlagen hatte es, weil Sigg einen Schlenzer von Reinbacher mit der Schulter ins Tor lenkte. Vom hübschen Herumkurven hatte dann Meier im zweiten Drittel genug. Er versuchte es aus gar nicht so aussichtsreicher Position und traf - wie schon einige Male in der Vorbereitung. In Führung ging der HCT weil der junge Beck das machte, was man gerne öfters gesehen hätte. Beherzt zog er von der blauen Linie ab und traf unhaltbar für Goalie Fend.

Sicherer Rizzi

Thurgau hätte wenn nicht mehr Tore schiessen dann zumindest mehr Gefahr vor dem Lustenauer Tor erzeugen müssen. Ärgerlich war, dass nie ein HCT-Spieler auf die zahlreichen Abpraller ging. Lustenau steigerte sich allerdings während des Spiels und kam doch öfters auch zu guten Schussen. Rizzi im HCT-Tor zeigte gestern abend zahrleiche hervorragende Saves. Der Bündner scheint immer mehr an Sicherheit zu gewinnen und drängt sich als Nummer 1 für den Beginn der Saison auf. Abgesehen von der erneut mangelnden Chancenauswertung und dem zu viel zu zaghaften Verhalten im Slot war der gestrige Auftritt des HCT - der ja fast ohne Ausländer spielte - im Hinblick auf die beginnende Saison doch versprechend. Auch wenn es im letzten Vorbereitungsspiel wieder keinen Sieg gab. Doch müsste es noch mehr geben, die wie die jungen Meier und Beck Verantwortung übernehmen.

Thurgau - Lustenau 2:2 (0:1, 1:0, 1:1)

Bodensee-Arena, Kreuzlingen. - 400 Zuschauer (Gratiseintritt)

SR: Bertolotti (Simmen, Sommer)

Tore: Reinbacher (Ausschluss Zerlauth!) 0:1. 36. Meier (Mäder) 1:1. 43. Beck (Diethelm, Sigg) 2:1. 53. Pekkala (Gesson; Ausschlüsse Hagen, Princi und Korsch) 2:2.

Strafen: Thurgau 8 mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe (Seeholzer). Lustenau 10 mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe (Saarinen).

Thurgau: Rizzi; Mäder, Lamprecht; Sigg, Princi; Diethelm, Bruderer; Schoop; Larghi, Beltrame, Meier; Diener, Strandberg, Seeholzer; Korsch, Märki, Beck; Hofer, Selitto, Bott; Brugger.

Lustenau: Penker (31. Fend); M. Hämmerle, Pekkala; Reinbacher, Niskavaara; Alfare, U. Hämmerle; Eiler; Fussi, Saarinen, Rezsnajk; Lampert, Sticha, Gesson; Auer, Hagen, Zerlauth; Harrand, Kosnjak.

Bemerkungen: 12. Timout Thurgau. 60. Timout Lustenau. Thurgau ohne Samuelsson (verletzt). Lustenau ohne seinen vierten Ausländer Potlowsky.

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Zuletzt geändert am: 05. September 2000