Spielbericht
05. November 2000

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Nur ein Punkt für den HCT

3:3 gegen Ajoie und 5:7-Niederlage gegen Lausanne

Die Lage wird immer ungemütlicher für den HC Thurgau. Die Ausbeute vom Wochenende war lediglich ein Punkt aus den beiden Spielen gegen Ajoie (3:3) und Lausanne (5:7) am Sonntag. Der HCT ist nun wieder seit vier Spielen ohne Sieg und es erwartet ihn happiges Programm für den Rest des Monats.

Hanns Wipf

Nur zu Beginn des Spiels konnte man dem HCT gegen Lausanne die Chance auf einen Sieg geben. Er begann gut und hatte viele gute Torchancen - wieder war die Ausbeute katastrophal. "Es lief wieder unglücklich heute", sagte Christian Wittwer. Diesen Satz hört man nur allzu oft vom HCT-Trainer.

Beltrame mit Handbruch

Er bemühte ihn auch für das Spiel vom Samstag gegen Ajoie, bei dem er von einer sehr guten Leistung sprach, aber auch von einem schlechtgesinnten Schiedsrichter. Im Jura hatte der HCT im letzten Drittel noch einen 1:3-Rückstand aufgeholt und zwei Tore in Unterzahl erzielt. Didier Princi, der zwei Tore erzielte, erhielt aber einen Schuss an den Fuss, der einen Einsatz am Sonntag nicht mehr möglich machte. Noch schlimmer erwischte es Rico Beltrame. Der junge Stürmer brach sich gegen Ajoie die Hand.

So mussten mit Cellar und Kostovic zwei Klotener kurzfristig in den Thurgau kommen, damit der HCT überhaupt genug Spieler für drei Sturmlinien hatte. Am Sonntag verletzte sich dann auch noch Diethelm, so dass nur noch vier Verteidiger zur Verfügung standen. Darin sah Wittwer auch einen Grund für die vielen Unzulänglichkeiten in der Verteidigung. "Da wird man natürlich müde und begeht Fehler".

Fünf Tore gegen Ausländer

Hauptgrund für die Niederlage gegen Lausanne war aber die fehlende defensive Stabilität des ersten Blocks mit den beiden Ausländern. Zwar erzielte er vier Tore, war aber auch bei fünf Gegentreffern auf dem Eis. Die renommierten Spieler machten in der Defensive viele individuelle Fehler. Es ist aber auch ein Zeichen für ein konzeptloses Coaching, wenn, wie schon gegen Visp, auf einen Checkerblock gegen die Ausländer-Linie des Gegners verzichtet wird, aber der erste Block den offensiven Wahnsinn ausleben darf und selbst die Stars auf der Gegenseite nicht kontrollieren kann.

Wittwer lobte seine Mannschaft: "Sie hat am Samstag einen Rückstand aufgeholt und auch gegen Lausanne ist sie immer wieder herangekommen." Das sind Worte, die jeder Trainer einer erfolglosen Mannschaft von sich geben kann und die stark an Henryk Gruth erinnern, der beim HCT auch immer genau wusste, wie wenig doch immer zum Sieg fehlte, aber letztlich nie ein Konzept für den Weg aus der Erfolglosigkeit fand. Lausannes Trainer Riccardo Fuhrer drückt es anders aus: "Letztes Jahr bei GC habe ich 21 Spiele mit nur einem Tor verloren. Aber es liegen im Eishockey Welten dazwischen, so gut zu sein, dass man diese Spiele mit einem Tor mehr gewinnt." Nur Siegen zählt, nicht knapp dran sein.

Nach einer Pause von neun Tagen geht es für den HCT im November mit einem happigen Programm weiter: Olten (a), Biel (h), Servette (h) und Sierre (a). Zehn Punkte aus den zehn Spielen der zweiten Qualifikationsrunde hat sich HCT-Boss Felix Burgener zum Ziel gesetzt. Vier sind es aus den bisherigen sechs Spielen, sechs Punkte müssten als noch her.

 

Thurgau - Lausanne 5:7 (1:2, 1:3, 3:2)

Bodensee-Arena, Kreuzlingen - 1488 Zuschauer.

SR: Kurmann; Mauron, Dumoulin.

Tore: 5. Müller (Schamolin, Lapointe) 0:1. 16. (15:32) Lapointe (Schamolin, Müller) 0:2. 17. (16:53) Samuelsson (Seeholzer, Sigg; Ausschluss Cordero) 1:2. 26. Müller (Schamolin, Lapointe) 1:3. 33. (32:24) Lapointe (Schamolin; Ausschluss Kostovic) 1:4. 33. (32:58) Orlandi (Plüss, Ledermann) 1:5. 34. (33:26) Strandberg (Samuelsson) 2:5. 43. (42:57) Kostovic (Cellar) 3:5. 44. (43:19) Schamolin (Müller) 3:6. 49. Strandberg (Samuelsson, Seeholzer) 4:6. 52. Plüss (O. Kamber, Tschanz) 4:7. 60. (59:48) Samuelsson (Penalty) 5:7.

Strafen: Thurgau 5mal 2 Minuten, Lausanne 7mal 2 Minuten.

Thurgau: Wissmann; Sigg, Lamprecht; Mäder, Diethelm; Sellitto; Samuelsson, Strandberg, Seeholzer; Kostovic, Cellar, Bärtschi; Korsch, Diener, Meier; Larghi.

Lausanne: Streit; Benturqui, Poudrier; Tschanz, Durini; M. Kamber, Cordero; Schamolin, Müller, Lapointe; Plüss, Orlandi, Ledermann; Bieri, O. Kamber, Perrin; Giove.

Bemerkungen: 32:58 Timeout Thurgau. Thurgau ohne Beltrame, Bielmann, Beck und Princi (alle verletzt). Lausanne ohne Bornand, Burdet, Ngoy und Schwéry (alle verletzt).

Biel : Ajoie 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)
Herisau : Sierre 3:6 (1:2, 1:2, 1:2)

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