Spielbericht
06. Januar 2001

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HCT muss Playoff-Träume begraben

Thurgauer 'Leuen' verloren Schicksalsspiel gegen Ajoie zuhause mit 2:8 Toren

Der HC Thurgau kann nach der peinlichen 2:8-Heimniederlage gegen den HC Ajoie seine Playoff-Hoffnungen wohl ganz abschreiben.

CHRISTIAN LOHR

Das irgendwie ungleiche Duo Christian Rüegg (Cheftrainer) und Felix Burgener (Präsident) fand nach dem in jeder Beziehung enttäuschenden Auftritt der 'Leuen' in der Bodensee-Arena vor immerhin 1833 Zuschauern kaum eine plausible Erklärung für die phasenweise desolate Leistung. "Das war eine völlig unprofessionelle Darbietung", tönte es sicher zurecht. Und wenn dann noch von einem fürs zahlende Publikum unzumutbar tiefen NLB-Niveau gesprochen wurde, dann konnte damit wohl nur die eigene Mannschaft gemeint gewesen sein.

Offensiv zuerst verbessert

Dabei hatte das Spiel für Thurgau gar nicht einmal so schlecht begonnen. Rein optisch sah es durchaus ordentlich aus, ja gar verbessert im Vergleich zum letzten Match in Herisau. Die Chancen waren nicht unbedingt zahlreich, doch sie waren vorhanden und brachten eine leichte offensive Überlegenheit zum Ausdruck. Die Gäste aus dem Jura waren vorerst eher auf Sicherung bedacht, besassen jedoch die Geduld auf die passenden Gelegenheiten zu warten. Und dies sollten sich beinahe von selbst ergeben. So erwischte der frühere HCT-Verteidiger Schuster in der 15. Minute Oliver Wissmann mit einem haltbaren Schuss aus der mittleren Zone.

Der Film war abgerissen

"Wenn uns dann in der 22. Minute nicht ein Treffer aberkannt worden wäre, dann hätte die Partie vielleicht einen anderen Verlauf genommen." Doch dem war nicht so. Als der bedauernswerte HCT-Keeper Wissmann (es sollte sich im Spielverlauf herausstellen, dass dieser nicht gesund angetreten war ...) im Gegenzug die nächste 'Kappe' aufgesetzt bekam, da begann der Film komplett zu reissen. Die Gastgeber, denen der junge Ersatztorhüter Jon Corisin auch nicht viel mehr Halt geben konnte, stürzten sich ins offensive Verderben. Das beileibe nicht starke Ajoie nahm in der Folge einen Auflösungserscheinungen zeigenden HC Thurgau nach allen Regeln der Kunst auseinander. Niemand war mehr bereit dagegenzuhalten. Schon gar nicht das emotionslos agierende schwedische Ausländerduo Morgan Samuelsson und Thomas Strandberg.

Thurgau - Ajoie 2:8 (0:1, 0:6, 2:1)

Bodensee-Arena. - 1833 Zuschauer.

SR: Simic, Dumoulin/Mauron.

Tore: 15. Schuster 0:1. 22. Flüeler (Bergeron, Ausschluss Belanger!) 0:2. 24. Bergeron (Bourquin, Voillat) 0:3. 27. Voillat (Flüeler) 0:4. 31. Flüeler (Bourquin, Auschluss Mäder und Heinrich) 0:5. 38. Bergeron (Bourquin, Flüeler) 0:6. 40. Bergeron (Gerber, Voillat) 0:7. 44. Samuelsson (Seeholzer) 1:7. 47. Diener (Seeholzer) 2:7. 55. Wüthrich (Bergeron) 2:8.

Strafen: Thurgau 9 x 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Lamprecht, Ajoie 8 x 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Heinrich.

Thurgau: Wissmann/23. Rizzi; Mäder, Lamprecht; Diethelm, Schoop; Sigg, Sellitto; Seeholzer, Larghi, Keller; Simeon, Strandberg, Schneller; Samuelsson, Diener, Märki; Korsch, Beck.

Ajoie: Gigon; Bourquin, Ott; Wüthrich, Schuster; Formaz, Belanger; Voillat, Bergeron, Flüeler; Lapaire, Ayer, Heinrich; Gerber, Biser, Glanzmann; Moriollo, Aubry.

Bemerkungen: Pfostenschüsse: 4. Mäder und 50. Sellitto. Timeout: 32. Thurgau; aberkannte Tore: 22. Diener, 37. Biser; Thurgau ohne Beltrame, Meier und Princi (alle verletzt).

GC SCK Olten 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)
Herisau Servette 0:7 (0:2, 0:0, 0:5)
Sierre Biel 2:4 (1:3, 1:0, 0:1)
Basel Visp 6:6 n.V.(2:2 ,1:3, 3:1)

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