Spielbericht
14. Oktober 2000

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Ein verdienter Bieler Sieg

Die Thurgauer verloren nach ihrem Sieg gegen Olten in Biel nach einem hartumkämpften Spiel schliesslich mit 4:1 Toren und bleiben weiterhin unter dem Strich klassiert.

BEAT GEHRI

Die Thurgauer verloren in Biel nach einer mässigen Vorstellung, aber einem über weite Strecken ausgeglichenen und hartumkämpften Spiel mit 1:4 Toren und verbessern ihre momentan prekäre Lage trotz Aufwärtstrend nicht. "Wenn man die Tore nicht schiesst", so Stürmer Roman Diethelm, "darf man sich nicht wundern, wenn man verliert." Entscheidend für den geglückten Punktgewinn der Bieler war ohne Zweifel die getankte Moral beim 12:1-Kantersieg gegen Sierre: Der EHC Biel lief selbstsicherer, aber keineswegs überheblich auf, holte schliesslich gar einen Rückstand auf und buchte zwei weitere, für sie wichtige Punkte. Ein verdienter Sieg der Seeländer, ohne allerdings vollends zu überzeugen.

Zwar waren die Thurgauer agressiver und spielfreudiger als die abgekanzelten Walliser vor fünf Tagen, aber auch nicht auf einem Niveau, das die Seeländer ernsthaft in Bedrängnis brachte. "Im ersten Drittel", zog Thurgaus Trainer Christian Wittwer Bilanz, "war das Spiel recht ausgeglichen" - wie das Resultat bestätigt. "Dann kamen wir etwas unter Druck, verpassten allerdings einige gute Torchancen, weil wir am untadeligen Torhüter scheiterten." Matthias Lauber, der ausgeliehene Ersatztorhüter von Rapperswil-Jona, hinterliess im Bieler Tor wahrlich einen guten Eindruck. In der 39. Minute brachte er die Gäste sogar in wahre Verzweiflung, als er einen gegnerischen Schuss aus zwei Metern reaktionsschnell mit dem Handschuh auffing. Lauber wurde zum besten Spieler der Seeländer gewählt - demgegenüber Breitbacher im Team der Thurgauer.

Der Doppelschlag der Bieler im zweiten Drittel, mit den zwei Treffern des bereits 38-jährigen Gino Cavallini, neu mit dem Helm des Key-Leaders, wurden den Thurgauern dann zum Verhängnis. Die mit den Klotenern Bärtschi, Breitbach, Bielmann, Märki und Helfenstein verstärkten Thurgauer zeigten jedoch Ansätze zu guten Kombinationen, denen einzig der letzte erfolgbringende Pass oder Schuss fehlte. Zwar gaben sie nie auf, erarbeiteten sich bis zum Schluss gute Torchancen, ohne jedoch zu reüssieren. Im Gegenteil: Mit einer sehenswerten Dreier-Kombination des dritten Bieler Angriffslinie fiel in der 55. Minute das siegsichernde 4:1.

Unterschätzt hat der EHC Thugau die Seeländer nicht: "Wir wussten, was auf uns zukommt", erklärt Stürmer André Bielmann, "Biel war bereits in der letzten Saison eine herausragende Mannschaft und der 12:1-Kantersieg gegen Sierre hat sie natürlich zusätzlich aufgebaut." Das Kombinationsspiel in den verschiedenen Linien sei bei ihnen auch schon besser geworden, ist sich Bielmann sicher, "es braucht halt Zeit, aber ich bin sicher, dass wir steigerungsfähig sind." Bereits am Dienstag hat das Team die Möglichkeit, die gemachten Fortschritte unter Beweis zu stellen, erwartet es doch mit Herisau den Träger der Roten Laterne.

 

Biel - Thurgau 4:1 (1:1,2:0,1:0)

Eisstadion - 2396 Zuschauer

SR: Natter, Mauron/Dumoulin

Tore: 13. Helfenstein (Seymour) 0:1, 17. Dubois (Pasche, Schmid/5 gegen 4) 1:1, 25. Cavallini (Liniger) 2:1, 31. Cavallini (Schneider, Liniger) 3:1, 55. Léchenne (Guerne, Guazzini) 4:1.

Strafen: Biel 6 mal 2 Minuten, Thurgau 5 mal 2 Minuten. - Bemerkungen: Biel ohne Schürch und Sommer (verletzt), Thurgau ohne Bruderer, Princi und Beck (verletzt) und Samuelsson (überzähliger Ausländer).

EHC Biel: Lauber; Duc, Schneider; Serge Meyer, Schmid; Weber, Thomann; Schüpbach; Cavallini, Liniger, Schläpfer; Dubois, Vilgrain, Pasche; Guazzini, Guerne, Léchenne.

Thurgau: Wissmann; Sigg, Lamprecht; Mäder, Breitbach; Sellitto, Diethelm; Bärtschi, Strandberg, Seeholzer; Diener, Seymour, Helfenstein; Beltrame, Korsch, Bielmann.

Olten : Lausanne 5:2 (0:0,2:1, 3:1)
Sierre : GC SCK 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)
Basel : Visp 5:8 (1:3, 2:4, 2:1)
Ajoie : Servette 3:4 n.V. (3:1, 0:2, 0:0)

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