Spielbericht
14. November 2000

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Diesmal fehlten 19 Sekunden

HC Thurgau verliert in Olten nach 4:1-Führung in der Verlängerung

Der HC Thurgau kommt resultatmässig einfach nicht vomFleck. Den Ostschweizern reichte gestern Abend beim Tabellenvierten Olten auch eine 4:1-Führung nicht zum Sieg. Gegen die in der Schlussphase entfesselt aufspielenden Solothurner mussten die «Leuen» nicht nur in die Verlängerung, sondern erlitten 19 Sekunden vor dem erlösenden Spielende sogar noch den «sudden death» (plötzlicher Tod) zum 4:5.

VonChristian Lohr

Durch ein Wechselbad der Gefühle hatten am gestrigen Dienstagabend vor 1590 Zuschauern beide Mannschaften zu gehen. Olten wurde im zweiten Drittel für seine schwache Darbietung von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Nach Spielende hingegen herrschte im Eisstadion Kleinholz grenzenloser Jubel.

K.o.-Schlag verpasst

Der HC Thurgau hingegen hatte seine emotionellen Höhepunkte zwischen der 20.und 40. Minute, als er scheinbar einem überraschenden Auswärtssieg und dringend benötigten Punkten entgegen lief. Doch die Gäste verpassten es während ihrer Dominanz, den Oltenern den endgültigen K.o.-Schlag zu verpassen. Die Solothurner besass während der gesamten Spieldauer allerdings ein klares Chancenplus. Mal für Mal vergaben die Einheimischen hochkarätige Chancen auf teils penible Art und Weise. Im Normalfall verliert eine Mannschaft, die mit ihrem Potential so fahrlässig umgeht. Doch der HC Thurgau war trotz einer kämpferisch überzeugenden Leistung nicht clever genug, um das drohende Unheil abwenden zu können. Im Schlussdrittel wurde der Druck der Gastgeber wieder zu stark. Die Gäste konnten kaum noch vernünftige Entlastungs-angriffe starten. Es fehlte beim HCT die Konzentration und letztlich wohl auch die Kondition.

Ausländer-Duo entschied

Den Unterschied - und dies überraschte nicht - machten letztlich die beiden russischen Ausländer Malgin und Davydov aus. Das Oltener Ausländer-Duo,welches lange sehr eigensinnig agiert hatte, bewies in der umstrittenen Schlussphase seine Klasse und erzielte im Teamwork gerade mal 19 Sekunden vor dem Abpfiff das nicht unverdiente Siegestor. Schlecht belohnt für seine überragende Leistung wurde HCT-Keeper Oliver Wissmann, der mit seinen Paraden die Oltener über weite Stecken der Partie immer wieder an den Rand der Verzweiflung gebracht hatte.

Olten - Thurgau 5:4 (1:1, 1:3, 2:0; 1:0) n.V.

Kleinholz. - 1590 Zuschauer.

SR Schmid; Rochette/Brodard.

Tore: 5. Bielmann (Korsch) 0:1. 19. Davydov (Siegwart, Müller) 1:1. 22. Bärtschi (Samuelsson/Lozanov) 1:2. 29. Nauser 1:3. 32. Strandberg (Princi) 1:4. 33. Müller 2:4. 52. Davydov (Malgin) 3:4. 55. Müller (Furer, von Rohr) 4:4. 65. Davydov (Malgin) 5:4. 

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Thurgau, keine gegen Olten.

Olten: Aebischer; Kradolfer, Egli; Dick, Stucki; Pizzozero, Herlea; Siegwart, Davydov, Malgin; Furer, Müller, Von Rohr; Germann, Hildebrand, Franzi.  

Thurgau: Wissmann; Princi, Sigg; Diethelm, Lozanov; Mäder, Lamprecht; Samuelsson Standberg, Seeholzer, Nauser, Bielmann, Bärtschi; Diener, Korsch, Meier.

Bemerkungen: Thurgau ohne Beltrame und Bruderer (beide verletzt).

Basel : Lausanne 0:8 (0:5, 0:2, 0:1)
Ajoie : Visp 8:3 (4:1, 2:0, 2:2)
Herisau : Servette 4:5 (2:3, 1:1, 1:1)
Sierre : Biel 3:5 (0:1, 2:1, 1:3)

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