Spielbericht
19. Dezember 2000

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Gutes Spiel, aber kein Ertrag für den HCT

Thurgau verliert zuhause gegen Lausanne 2:4

Der HC Thurgau brachte den NLB-Tabellenzweiten an den Rand einer Niederlage. Er lag im letzten Drittel durch Tore Simeons und Sellittos 2:1 in Führung, ehe Lausanne mit seinem Tempospiel das Spiel kehrte.


Hanns Wipf

Das wäre eine Rückkehr gewesen in den Strichkampf, zwei (unerwartete) Punkte gegen das Spitzenteam Lausanne und die Niederlage Ajoies in Biel hätten den HC Thurgau auf den neunten Platz und auf drei Punkte an die Jurassier herangebracht. In den nächsten Spielen müssen nun die Punkte her, damit der Playoff-Traum erhalten bleibt.

Lange Zeit sah es nach einer Sensation aus. Simeon kam in der 4. Minute glücklich an die Scheibe und konnte alleine auf Kinder im Lausanne-Goal losziehen. Eiskalt versenkte der junge Stürmer gegen Routinier die Scheibe. Der HCT spielte gegen den Favoriten weiter aufsässig und ohne unnötigen Respekt. Grundsolide Arbeit praktisch der ganzen Thurgauer Mannschaft, hervorzuheben ist Märki der schlau in seinem Block mit den offensiven Samuelsson und Seeholzer die Balance hielt, war dafür ausschlaggebend, dass der Vorletzte mit einer Führung in die erste Pause ging.

Im zweiten Drittel war der HCT sogar die bessere Mannschaft und konnte auch bei fünf gegen fünf zeitweise gehörigen Druck aufsetzen. Patrick Kucera, der den für dieses Spiel aus dem Kader gestrichenen Oliver Wissmann im HCT-Tor ersetzte, hielt bei den Lausanner Gegenstössen seine Mannschaft mit sicheren Saves in Führung. Bis Poudrier zum ersten Mal mit einem Weitschuss erfolgreich war. Die Thurgauer konnten in diesem Spielabschnitt mehr als zwei Minuten mit zwei Mann mehr spielen, doch auch Kindler auf der anderen Seite zeigte eine sehr starke Partie und wehrte sämtliche Thurgau Schüsse sicher ab.

Als der HCT aber zu Beginn des zweiten Drittels erneut eine 5:3-Überzahl hatte, landete Sellittos Weitschuss endlich im Netz. Lausanne erhöhte danach zwar das Tempo, die Angriffe der Waadtländer prallten aber an der offensiven blauen Linie ab wie an einer Gummiwand. Wieder Poudrier sorgte dann doch noch für den Ausgleich. Der Franzose war auch an Lausannes erster Führung mit einem hervorragenden Pass aus der Verteidigung massgebend beteiligt. Müller verwertete einen Abpraller. Olivier Kamber sorgte zwei Minuten vor Schluss für die Entscheidung. Dennoch gab es Applaus für den HCT, der viel zu einem guten und unterhaltsamen Spiel beitrug.

 

Thurgau - Lausanne 2:4 (1:0, 0:1, 1:3)

Bodensee-Arena, Kreuzlingen. - 974 Zuschauer (Saisonminusrekord).

SR: Eichmann; Wittwer, Stäheli.

Tore: 4. Simeon (Sigg) 1:0. 25. Poudrier (Orlandi, Tschanz) 1:1. 43. Sellitto (Schneller, Samuelsson; Ausschlüsse Schamolin, O. Kamber) 2:1. 52. Poudrier (Müller) 2:2. 57. Müller (Plüss, Poudrier) 2:3. 59. O. Kamber (Orlandi) 2:4.

Strafen: Thurgau 5mal 2 Minuten, Lausanne 7mal 2 Minuten plus 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Schamolin).

Thurgau: Kucera; Diethelm, Lamprecht; Sigg, Sellitto; Schoop, Mäder; Keller, Strandberg, Larghi; Simeon, Diener, Schneller; Samuelsson, Märki, Seeholzer.

Lausanne: Kindler; Benturqui, Poudrier; Cordero, M. Kamber; Tschanz, Gautschi; Schamolin, Müller, Lapointe; Giove, O. Kamber, Orlandi; Plüss, Ledermann, Meyer.

Bemerkungen: Thurgau ohne Wissmann (nicht aufgeboten), Beck, Beltrame, Korsch, Meier und Princi (verletzt). Lausanne ohne Bieri (verletzt).

Biel Ajoie 4:1 (2:0, 2:1, 0:0)
Servette Visp 9:6 (4:1, 2:3, 3:2)
Herisau GC SCK 4:3 (2:0, 1:1, 1:2)
Sierre : Olten 5:4 (3:1, 1:1, 1:2)

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