Spielbericht
21. November 2000

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HC Thurgau - zuviele individuelle Fehler

Thurgau unterliegt im Eishockey-NLB-Duell Servette-Genf klar mit 4:8

Das Team des HC Thurgau machte seinen Job gestern im Heimmatch gegen Genf-Servette ab dem zweiten Drittel nicht einmal so schlecht. Doch leider war zu jenem Zeitpunkt das Spiel bereits entschieden. Nach einem raschen 0:4-Rückstand hielt man den Schaden einigermassen in Grenzen und verlor "nur" mit 4:8 (1:4, 3:3, 0:1). Die HCT-Tore schossen Lozanov, Lamprecht, Strandberg und Sigg.

VON CHRISTIAN LOHR

Wenigstens mussten sich die Spieler des HC Thurgau diesmal nicht darüber ärgern, die Chance auf einen Erfolg verpasst zu haben. Denn davon waren die "Leuen" an diesem Abend nun wirklich meilenweit entfernt. Die Mannschaft von Trainer Christian Wittwer scheiterte jedoch nicht nur an der Stärke der kompakt auftretenden Servettien, sondern eben vor allem auch an seinen eigenen Schwächen.

Genfer Schaulaufen

Und davon waren gerade in den ersten zehn Minuten sehr viele zu sehen. Man verschlief den Auftakt einer Partie einmal mehr und wurde in den Startminuten von den konzentriert agierenden Genfern richtiggehend vorgeführt. Dass die zahlreichen verletzungsbedingten Umstellungen wenig leistungs- und stabilitätsfördernd sind, das ist nicht von der Hand zu weisen. Die häufigen individuellen Fehler und Unachtsamkeiten entschuldigte dies gestern jedoch nicht.

Die Truppe von Paul-André Cadieux erlebte einen sportlichen Aufschwung durch den Zuzug des gebürtigen Russen Igor Fedulov. Der teure Neueinkauf liess zusammen mit dem Ausländer-Duo Heaphy und Beatti seine Klasse aufblitzen. Es war ein echtes Genfer Schaulaufen, das den Einheimischen gleich vier Gegentore in den ersten 15 Minuten bescherte.

Steigerung ersichtlich

Danach bekam man einen anderen HC Thurgau zu sehen. Kömpferisch konnte man beträchtlich zulegen und auch physisch dagegen halten. "Mir hat es gefallen, wie sich die Equipe gegen die drohende Schlappe gewehrt hat", versuchte Präsident Felix Burgener den Effort seiner Akteure ins rechte Licht zu rücken. Auf der Bank der Gastgeber gab man sich emotional und trieb die eigenen Akteure immer wieder  an.

Doch es waren immer wieder nur kleine Hoffnungsschimmer, die aufkeimten. Genf war zu abgebrüht, um jeweils dann gleich zuzusetzen, wenn der Gegner leichten Aufwind zu bekommen glaubte. Die Überzahlgelegenheiten (welche sie dreimal nützten) boten ihnen die Thurgauer mit teils vieldiskutierten, letztlich aber eben doch unnötigen Strafen.

 

Thurgau - Genf 4:8 (1:4, 3:3, 0:1)

Bodensee Arena. - 929 Zuschauer.

SR: Nater (Mauron, Dumoulin).

Tore: 5. Heaphy (Beattie, Folghera) 0:1. 6. Schönenberger (Fedulov, Heaphy, Ausschluss Seeholzer) 0:2. 9. Heaphy (Beattie, Brasey, Ausschluss Seeholzer) 0:3. 15. Brasey (Fedulov, Ancay, Ausschluss Bielmann, Heaphy) 0:4. 16. Lozanov (Samuelsson, Ausschluss Bielmann und Heaphy) 1:4. 23. Lamprecht (Samuelsson, Ausschluss Folghera) 2:4. 28. Fedulov (Beattie, Ausschluss Diethelm und Sigg) 2:5. 29. Fischer (Bertholet, Ancay, Ausschluss Sigg) 2:6. 37. Strandberg (Samuelsson, Ausschluss Folghera) 3:6. 39. Beattie (Leibzig, Folghera) 3:7. 40. Sigg (Strandberg, Ausschluss Studer) 4:7. 52. Schönenberger (Fedulov, Heaphy, Ausschluss Seezolzer) 4:8.

Strafen: Thurgau: 9 x 2 Minuten, Genf: 10 x 2 Minuten plus 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Knecht.

Thurgau: Wissmann; Sigg, Schoop; Selitto, Lozanov; Mäder, Lamprecht; Larghi, Strandberg, Seeholzer; Samuelsson, Bielmann, Diethelm; Märki, Meier, Korsch.

Genf: Bochy; Leibzig, Gull; Braseym Bertholet; Knecht, Studer; Tschannen; Folghera, Beattie, Heaphy; Reymond, Ancay, Fedulov; Dousse, Fischer, Schafer; Savary, Schönenberger, Wicky.

Bemerkungen: Thurgau ohne Princi, Sigg, Beck, Diener, Beltrame (alle verletzt) und Bärtschi (krank); Genf erstmals mit Fedulov.

Basel : Ajoie 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)
Biel : Herisau 6:0 (2:0, 0:0, 4:0)
Lausanne : GC SCK 3:3 n.V. (1:1, 2:0, 0:2)
Sierre : Olten 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)

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