Spielbericht
28. November 2000

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War das die ersehnte Wende?

Kämpferische «Leuen» siegen beim Tabellendritten Visp mit 5:2

Nach fünf Niederlagen in Folge ist der HC Thurgau nach mehr als einem Monat endlich wieder auf die Siegerstrasse zurückgekehrt. Beim ehemaligen Leader und aktuellen Tabellendritten Visp zeigten sie gestern Abend eine vor allem kämpferisch überzeugende Leistung und gewannen 5:2. Dabei glänzte insbesondere der Schwede Morgan Samuelsson, der «fitgespritzt» wurde, mit zwei Toren und einem Assist. Jetzt folgt am kommenden Samstag das schicksalsträchtige Heimspiel gegen die Grasshoppers/SCK Lions.

Von Anton Abbühl

Der HC Thurgau muss sich wohl für die zweite Reise ins Wallis innert drei Tages einiges vorgenommen haben. Voller Kampfgeist und Siegeswillen waren die «Leuen» gegenüber dem Sierre-Spiel nicht wiederzuerkennen. Und auch Glücksgöttin Fortuna stand für einmal auf der Seite der Wittwer-Truppe, denn eine doppelte Unterzahlsituation während 50 Sekunden sowie zwei Pfostenschüsse der Walliser im Startdrittel brachten die Gäste nicht wie gewohnt in Rückstand und damit aus dem Rhythmus. Ein Energieanfall von Roland Korsch, der eine verloren geglaubte Scheibe noch erkämpfte, brachte den HCT in der 17. Minute in Führung. Er erwischte Visp-Goalie Karlen aus spitzem Winkel. Dieses Erfolgserlebnis verlieh Selbstvertrauen und baute die Thurgauer auf.

Die Visper ihrerseits wollten sich nach der peinlichen Niederlage bei Schlusslicht Herisau zwar rehabilitieren, doch sie liessen sich durch viele Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen und scheiterten immer wieder an Thurgau-Goalie Patrick Kucera, der mit sicheren  Interventionen das Fundament für den Thurgauer Sieg bildete. Endlich verstanden es die «Leuen», aus den Mängeln und der Verunsicherung des Gegners Profit zu schlagen. Morgan Samuelsson, der seine verlorenen Torgelüste wiedergefunden zu haben scheint, erhöhte mittels Doppelschlag innert knapp sieben Minuten zur 3:0-Führung bei Spielmitte. Der Visper Keeper war dabei erneut nicht unschuldig und liess sich darauf hin auswechseln. Nur zwei Minuten nach dem 0:3 überwand Bühlmann den Thurgauer Schlussmann zum 1:3.

Die Leistungsträger des HC Thurgau scheuten sich an diesem Abend ihrer Verantwortung nicht und infiszierten die ganze Mannschaft mit ihrem Schwung, ihrer Effizizent sowie der Spielfreude. Auch die Leihspieler aus Kloten begnügten sich nicht mit Minimalleistungen, sondern fügten sich tadellos ins Team ein.

Die angeschlagenen Walliser kremptelten ihre Ärmel im letzten Abschnitt nochmals hoch, erzielten nach nur 58 Sekunden den Anschlusstreffer und brachten damit nochmals Spannung ins Spielgeschehen zurück. Eiserne Disziplin war nun im Lager des HCT gefragt. Keine unnötigen Strafen mehr kassieren, die Fehlpässe auf ein Minimum reduzieren und die sich bietenden Konterchancen nützen - so lautete die einzige Devise für den Endspurt. Und so kam es dann auch. In der 53. Minute erzielte die Kloten-Leihgabe Dennis Bärtschi sieben Minuten vor Schluss - nach der schönsten Kombination des gesamten Spiels mit Samuelsson und Diener - die 4:2-Führung. Damit war der Widerstand der Visper gebrochen und Larghi war es vorbehalten, in der 57. Minute das 5:2-Schlussresultat zu fixieren.

 

Visp - Thurgau 2:5 (0:1, 1:2, 1:2).

Litternahalle. - 1900 Zuschauer.

SR: Schmid, Küng/ Barbey.

Tore: 17. Korsch 0:1. 28. Samuelsson 0:2. 34. Samuelsson (Strandberg) 0:3. 36. Bühlmann (Moser, Schnydrig) 1:3. 41. Bühlmann (Myrkowsky) 2:3. 53. Bärtschi (Samuelsson, Diener) 2:4. 57. Larghi 2:5.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Visp, 8mal 2Minuten gegen Thurgau.

Visp: Karlen (36. Tormen); Heldstab, Portner; Snell, Kläy; Schnidrig, Zurbriggen; Knopf; Ketola, Laplante, Bruetsch; Taccoz, Castaldo, Prediger; Murkowsky, Moser, Bühlmann; Truffer, Brantschen, Biner.

Thurgau: Kucera; Schoop, Diethelm; Lamprecht, Mäder; Selitto, Meier; Seeholzer, Strandberg, Larghi; Bärtschi, Diener, Samuelsson; Beck, Korsch, Lemm.

Bemerkungen: Visp ohne Schneider (verletzt), Thurgau ohne Wissmann (krank), Beltrame, Sigg und Princi (alle verletzt); Pfostenschüsse: 9. Knopf, 10. Heldstab (beide Visp und ex-Thurgau).

Basel : Servette 3:9 (1:1, 2:3, 0:5)
GC SCK : Sierre 2:3 (0:0, 2:2, 0:1)
Lausanne : Herisau 7:0 (2:0, 1:0, 4:0)
Olten : Biel 4:5 (1:0, 3:1, 0:4)

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